Ganz oben wird es still

Erfolg fühlt sich nach Team an. Nach guten Kunden, starken Mitarbeitern und gemeinsamen Erfolgen. Doch je weiter man auf der Karriereleiter kommt, desto häufiger begegnet man einem stillen Begleiter: der Einsamkeit. Nicht, weil niemand da ist. Sondern weil Entscheidungen plötzlich bei einem selbst landen. Mitarbeiter verlassen das Unternehmen, Strategien entwickeln sich anders als erhofft oder der Markt dreht sich schneller als gedacht. Und irgendwann merkt man als Führungskraft: Die Entscheidung trifft niemand anderes.
Wer bereitet uns eigentlich darauf vor?
Wir lernen vieles im Leben, aber kaum jemand lehrt uns, Entscheidungen zu treffen, wenn es keine perfekte Lösung gibt. Wie man mit Zweifeln umgeht. Wie man Verantwortung übernimmt, obwohl niemand die Zukunft kennt. Führung bedeutet, zuzuhören, abzuwägen und unterschiedliche Sichtweisen einzubeziehen. Doch am Ende muss man entscheiden. Vielleicht ist Einsamkeit deshalb kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Teil von Verantwortung. Die Kunst ist nicht, jede Entscheidung richtig zu treffen. Die Kunst ist, überhaupt zu entscheiden. Denn Stillstand ist am Ende meist die falsche Entscheidung.
Bleiben Sie Neugierig!
Ihr Stefan Krämer