Scheitern ist wichtig!

Scheitern fühlt sich im ersten Moment immer gleich an: unangenehm.
Veröffentlicht am 22.01.2026
Scheitern ist wichtig!

Ein Projekt geht schief, eine Entscheidung passt nicht, ein Ziel wird verfehlt. Und plötzlich ist da dieses Gefühl, einen Schritt zurück gemacht zu haben. Die Wahrheit ist: Du bist nicht zurückgegangen. Du bist weitergekommen. Wer Verantwortung übernimmt, macht Fehler. Punkt.

Wer keine Fehler macht, trifft keine Entscheidungen oder bleibt stehen. Und genau das ist in Unternehmen heute das größte Risiko. Ich erlebe in meiner Arbeit immer wieder Führungskräfte, die sich für Rückschläge rechtfertigen wollen. Die glauben, sie müssten perfekt sein. Müssen sie nicht. Was sie müssen: lernen, aufstehen und weitermachen. 

Scheitern ist kein Karriereende. Es ist ein Trainingslager. Die entscheidende Frage lautet nicht: Warum ist das passiert? Sondern: Was lerne ich daraus – und was mache ich beim nächsten Mal besser?

Gerade für Mitarbeiter und Bewerber ist das extrem wichtig. Menschen wollen für Unternehmen arbeiten, die ehrlich sind. Die sagen: „Ja, das hat nicht geklappt. Und ja, wir haben daraus etwas gemacht.“ Das schafft Vertrauen. Und genau dieses Vertrauen bindet Leistungsträger. Führung zeigt sich nicht in perfekten PowerPoint-Folien, sondern in schwierigen Momenten. Dann, wenn es holpert. Wenn Druck entsteht. Wenn Unsicherheit da ist. Wer dann Haltung zeigt, Orientierung gibt und den Mut hat, wieder aufzustehen, wird ernst genommen. Nicht jeder Tag ist ein Erfolgstag. Aber jeder Tag kann ein Entwicklungstag sein.

Bleiben Sie neugierig!

Ihr Stefan Krämer